Weltweit bringen jedes Jahr mehr als 14 Millionen junge Frauen im Alter von 15 bis 19 Jahren ein Kind zur Welt – weil sie zu früh verheiratet werden oder weil sie einfach nicht wissen, wie Verhütung funktioniert. 90 Prozent von ihnen leben in Entwicklungsländern, in denen die jungen Mütter meist nicht ausreichend medizinisch betreut werden.
In den ärmsten Ländern der Welt gehören Komplikationen bei Schwangerschaft oder Geburt zu den häufigsten Todesursachen bei jungen Frauen. Da ihr Körper noch nicht reif genug für eine Schwangerschaft ist, haben Teenager ein etwa doppelt so hohes Risiko, während der Schwangerschaft oder bei der Geburt zu sterben, wie Frauen im Alter über 20 Jahre. Bei jungen Frauen treten während der Schwangerschaft zudem häufiger als bei erwachsenen Frauen gesundheitliche Probleme wie Bluthochdruck und Blutarmut auf. Diese Risiken könnten durch eine gute Schwangerenbetreuung und entsprechende Ernährung aufgehoben werden, in Entwicklungsländern aber haben viele junge Frauen dazu keinen Zugang. Eine frühe Schwangerschaft hat nicht nur gesundheitliche Risiken zur Folge. Junge Mütter müssen zudem häufig Schule oder Ausbildung abbrechen. Damit verringert sich ihre Chance, sich eine eigene Erwerbsquelle zu erschließen.
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