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Mädchen eine Zukunft geben

Schon im Morgengrauen ist Christina auf den Beinen, um pünktlich zu ihrem neuen Arbeitsplatz in einer Schneiderei zu kommen. Sie ist froh, dass sie diese Stelle bekommen hat, denn als sie mit 16 schwanger wurde, musste sie ihre gerade begonnene Ausbildung abbrechen. Christina ist jetzt 18 Jahre alt und lebt mit ihrem Kind in der Nähe von Arusha.  

In Tansania bekommt eine Frau durchschnittlich etwa fünf Kinder. Jedes vierte Mädchen wird bereits als Teenager Mutter – viele von ihnen sterben an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt. Der Grund: Aufklärungsmaterialien und -programme sind für Jugendliche und junge Mütter kaum vorhanden oder nur schwer zugänglich. Dabei ist es für Mädchen und junge Frauen besonders wichtig zu lernen, wie sie sich selbst vor ungewollten Schwangerschaften schützen können. Denn wer im Teenageralter schwanger wird, muss meist Schule oder Ausbildung abbrechen – und hat kaum eine Chance, durch geregelte Arbeit genug Geld zu verdienen. Ein Kreislauf aus Armut und Not beginnt.

Aufklärungsinitiative für Jugendliche

In den Jugendklubs der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung werden die Heranwachsenden von Gleichaltrigen in Fragen der Gesundheit und Familienplanung beraten und erhalten dort auch Verhütungsmittel. Zudem können sie an Ausbildungs- und Weiterqualifizierungsmaßnahmen teilnehmen. Und sie erhalten Unterstützung bei der Suche nach einer geeigneten Arbeitsstelle. So können die Mädchen ein eigenes Einkommen erwirtschaften und sich selbst aus der Armut befreien.

Dass das Aufklärungsprogramm das Leben einer jungen Frau entscheidend verbessern kann, meint auch Christina: „Jetzt, da ich weiß, wie man verhütet, werde ich noch ein wenig mit der Geburt meines zweiten Kindes warten.“ Erst einmal will sie sich auf ihre neue Arbeit konzentrieren.

 

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