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Seit 1968 ist das Recht auf Familienplanung ein international anerkanntes Menschenrecht. Trotz der Erfolge der letzten Jahrzehnte bleibt dieses Recht, über den Zeitpunkt einer Schwangerschaft und die Zahl der Kinder selbst zu bestimmen, immer noch zu vielen Frauen und Männern verwehrt – vor allem in Entwicklungsländern.

Umfragen haben gezeigt, dass viele Frauen mehr Kinder bekommen, als sie sich wünschen. Am größten ist der Unterschied zwischen gewünschter und tatsächlicher Kinderzahl in Lateinamerika, am niedrigsten in afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Aber auch hier sinkt der Kinderwunsch: In Kenia wollen Paare heute nur noch durchschnittlich 4,9 Kinder haben, 1979 waren es noch acht.

Ungedeckter Bedarf an Familienplanung

Die Zahl der Schwangerschaften in den Entwicklungsländern würde umgehend um ungefähr 20 Prozent sinken, wenn der ungedeckte Bedarf an Familienplanung befriedigt würde. Über 215 Millionen Frauen in den weniger entwickelten Regionen der Erde fehlt heute noch immer der Zugang zu sicheren und wirksamen Methoden der Familienplanung.

Weltweit verwenden 62 Prozent der verheirateten Frauen irgendeine Form von Familienplanung. In den Entwicklungsländern (ohne China) sind es knapp 44 Prozent. Hingegen verhüten in Afrika südlich der Sahara heute nur 23 Prozent der verheirateten Frauen.

Immer mehr Menschen wollen verhüten. Zudem wird es in den kommenden Jahren immer mehr Menschen im fortpflanzungsfähigen Alter geben. Bis zum Jahre 2025 wird die Zahl derjenigen, die Verhütungsmittel anwenden wollen, voraussichtlich um 40 Prozent steigen.

Grafiken zur Verhütung und Familienplanung finden Sie hier.

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